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ten? Iſt es der Eingekerkerte, der Sklav, deſſen Ruͤcken vielleicht heut noch dieſe Geißeln wund hauen, deſſen Schritt dieſe Klötze hemmen wer⸗ den, wie die Dienſtbarkeit den regſamen Geiſt? Iſt es der Thor, der Empfindungen hegt, die ihm nicht gebuͤhren und ſie ausdruͤckt in Wor⸗ ten eines Freyen, in Worten, die er beſſer nie gehoͤrt hätte? Wozu auch dem Knecht die Wiſſenſchaft, die ich dem Munde des Lehrers begierig abgehorcht, waͤhrend ſie am Ohr des hochgebornen Junkers ungehoͤrt voruͤberglitt? Wozu mir dieſe Kenntniß eines Beſſern, die⸗ ſes Ahnen, ſtets gepflegt und aufgefriſcht durch der Mutter argliſtig Thun und Reden? Nicht genug war es, daß ich elend ſey, auch die dumpfe Huͤlle der Unwiſſenheit ſollte mir entriſ⸗ ſen werden, damit ich Euch recht begreife, wie ſehr ich es bin, daß ich immerdar ſchwebe, aus⸗ geſpannt zwiſchen ſchnoͤder Wirklichkeit und ge⸗ traͤumter Hohe! Fluch meiner Halbheit, Fluch der grauſamen Wohlthat, die mir geworden, Fluch Denen die ſich prahleriſch meine Wohl⸗ thaͤter nennen!— Und ſollte dieſe Höhe wirk⸗ lich nur getraͤumt ſeyn?— fuhr er nach einer Pauſe fort— ſollte nimmer, nimmer ein Au⸗


