Teil eines Werkes 
11. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 2. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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hoͤhne er den Stolz des Einen, und des An⸗ dern unwillige Demuth. Wahre Dich, Du ſtolzer, ſtrenger Koͤnig, denn wahrlich, ſein Laͤcheln bedeutet Dir nicht Gutes. Du biſt ſchwach und gebrechlich, Mann von Carogrod, unanſehnlich ſchreitet Dein Zelter neben den. bäumenden Roſſen der Gebieter, wie magſt Du ſo unbefangen ſeyn neben dem, deſſen Wink Dich ſo gut zu tödten vermag, als mich, den leibeigenen Knecht? Immer noch lächelſt Du? Jetzt wendet der Herrſcher ſein drohen⸗ des Auge auf Dich, und Deine gebeugte Stirn beruͤhrt die Mähne Deines Gaules. Verſtehe ich Dich recht? Liſt iſt die Waffe des Machtloſen. Du ſchaueſt heruͤber zu mir? f Willſt Du mir andeuten, daß auch mir ſie gezieme, bis die Zeit ſich aͤndert, ſo oder ſo, wie die wilde Katze des Gebirges ſich im Laub verſteckt haͤlt mit eingezogenen Klauen, und wenn der Augenblick da iſt, die ſpitzigen Krallen plötzlich ausſtreckt, ſie in das Fleiſch der Beute zu hauen! Er wandte ſich ſchnell und ſein Blick fiel ruͤckwaͤrts in das Gefaͤng⸗ niß. Da lachte er ingrimmig auf und rief: Wer ſpricht hier in alſo hochtrabenden Wor⸗