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es allerdings, konnte jedoch nicht mit den Ver⸗ ließen verglichen werden, deren duͤſtere tief ver⸗ borgene Kluͤfte, aufgedeckt von der Hand der Zeit, die Jetztwelt, in den Truͤmmern teutſcher Schlöſſer, an die Jahrhunderte der Fehden und die Herrſchaft der Willkuhr erinnern. Die go⸗ thiſche Baukunſt war, wie ſchon erwähnt, im 14ten Jahrhunderte noch nicht allgemein ver⸗ breitet; in Polen, das einem unumſchränkten Herrn gehorchte, waren damals innerliche Krie⸗ ge zwiſchen Nachbar und Nachbar ſelten, wo nicht unerhort, und erſt in der naͤchſtfolgenden
Zeit, welche dieſe Darſtellung noch beruͤhren
wird, ward im Reiche der Sarmaten der Keim zu der anarchiſchen Verwirrung und wachſen⸗ den Feudalgewalt gelegt, die ſeit geraumer Zeit ſchon im Weſten herrſchten, und welcher nach dem Rathſchluß des Schickſals hier viel ſpäter erſt zur verderblichen Wucherpflanze aufſchießen ſollte, und zu einer Zeit, da er dort ſchon aus⸗
gerottet worden.
So waren alſo die Sitze der Edeln nicht ſo ſorgfältig befeſtigt als in Teutſchland, noch mit den Erforderniſſen eines immerwaͤhrenden Kriegſtandes verſehen; man wendete in ihrer


