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11. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 2. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Auffuͤhrung ſelbſt viel Holz an, und das leich⸗ tere Gebaͤu bedurfte der tiefen und ſtarken Grund⸗ feſten nicht, welche die gewaltigen Bogen und Thuͤrme gothiſcher Bauart unterſttzten.

Das Gemach, in welchem wir uns befin⸗ den, ſchien ehemals zu einer Art Rumpelkam⸗ mer gedient zu haben, und mehrere ſchadhafte Raͤder, zerbrochene Pflugſchaaren und derglei⸗ chen Dinge in einem Winkel aufgehauft, be⸗ zeugten, es werde noch jetzt dazu gebraucht, wenn nicht etwa irgend ein Umſtand auf ei⸗ nige Zeit ſeine Beſtimmung veraͤnderte. Dieſe Beſtimmung aber ward deutlich genug durch den Anblick hier und da in dem Steingemaͤuer befeſtigter Ketten, durch einige Halseiſen, die in die ſtarken buͤchenen Bohlen eingerammt waren, und vornehmlich durch die Anweſenheit wohlgeflochtener Peitſchen und mehrerer doppelt durchloͤcherter gewaltiger Klötze, jener unbeque⸗ men Fußbekleidung, die man allgemein unter dem Namen: polniſcher Bock, kennt.

Bei dem zeitigen Bewohner dieſes unfreund⸗ lichen Aufenthaltes war kein Gebrauch von die⸗ ſen Straf⸗ und Beſſerungmitteln gemacht wor⸗ den, ſo ſehr auch die Veranlaſſung, die ihn