Teil eines Werkes 
10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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und hätte ſein dunkles Auge nicht unterweilen einen brennenden, grimmvollen Blick auf die Anweſenden geworfen. Bei ſeinem Eintritt eilte Stanislaw Szezepanowöki zu dem Schloß⸗ herrn, faßte ſeine bebende Hand, und verbarg ihn, vor ihn tretend, den Blicken der Andern.

Das Verhor währte nicht lang; in gedräng⸗ ter Kuͤrze ſtattete der anklagende Rottenmeiſter ſeinen Bericht ab, und als der Koͤnig den Be⸗ ſchuldigten aufforderte, daß er ſich vertheidige, erwiederte dieſer nur: Es iſt dem ſo; ich hab' ihn erſchlagen. Und welch Schickſal, meynſt Du, wird den Mörder betreffen? fragte Boleölaw der Zweite; doch ihm ward keine Antwort. Da ſagte er weiter: So iſt es denn bis dahin gediehen in Polen? Der Eigene

ſtehet auf als Richter, und ſeine freche Fauſt

erſchlägt in willkuhrlicher Selbſtrache den Waf⸗ fengefährten ſeines Herrn? Noch aber ſitzen wir zu Gericht, oder an unſerer Stelle die Edeln des Landes, und ſeyen wir fern oder nah, ſoll der Spruch aufrecht erhalten werden: Wer Blut Lergießt, deß Blut ſoll wieder ver⸗ goſſen werden. Drum fort mit dem ſtorrigen Sklaven, der nicht ein einzig Wort hat, ſeine Miſ⸗