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10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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ihre Eroberung vorläufig unſern eigenen Waf⸗ fen uͤberlaſſend. Wir zweifeln auch nicht, daß ſie uns gelingen werde mit Gott und Sankt Adalbert's des Bekehrers Huͤlfe, und laden Euch, Herr Abgeſandter, ein, uns dahin zu folgen, oder vielmehr jetzt nach unſerm Feldla⸗ ger am Klasma-Fluſſe. Noch Eines bleibt uns jetzt abzuthun, zwar von minderem Be⸗ lange, nicht hintanzuſetzen aber fuͤr den Fuͤr⸗ ſten, der nicht allein der Heerfuͤhrer ſeiner Vol⸗ ker iſt, ſondern gleicherweiſe ihr Richter. Man fuͤhre den angeklagten Leibeigenen vor uns.

Ein Trupp Gewappneter erſchien im Saal, unter ihnen der gebundene Olgierd. Als ſey er der Kraft eigener Bewegung beraubt, wich er nur den Stößen, mit denen die erbitterten Waͤchter ihn vorwaͤrts trieben. Als er dem

Monarchen gegenuͤber ſtand, wuͤrde er, bleich und

ſtarr, einem der Marmorbilder geglichen haben, in denen das Alterthum den Genius des Todes darſtellte, hätte er nicht in der gefeſſelten Hand ſtatt der geſenkten Fackel, den unheilbringenden Knotenſtock gehalten, den die Reiter dem Halb⸗ bewußtloſen als beweisfuͤhrenden Gegenſtand, oder um ihn zu hoͤhnen, aufgezwungen hatten,