Teil eines Werkes 
10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Nachbar gegen Nachbar, laßet ſie ſich ruͤſten zu gottſeligem Kriege, ſo wird ihnen die Huͤl⸗ fe des Kaiſers nicht entſtehen.— Die Zeit von der Ihr redet— ſprach Boleslaw— iſt vielleicht nicht fern mehr, ſie iſt näher, meynen wir, als Ihr glaubt.“ Möge dann der Hof zu Konſtantinopolis durch die That beſtätigen, was Ihr eben verſichert.— Und warum das Ungewiſſe erwarten— fragte Leontios Ange⸗ los raſch— wenn das Sichere in der Nähe iſt? Auf wen ſoll die bekuͤmmerte Chriſten⸗ heit ſchauen, als auf den maͤchtigen, von der Stelle der Gefahr nicht entfernten Monarchen, auf die kriegeriſchen Polen? Wird uns Huͤlfe kommen von dem Könige des Abendlandes, der mühſam nur die Krone feſthält auf dem eigenen Haupte? Ziemt es Eurer Hoheit, dem Schwächern den Preiß zu uͤberlaſſen und den Ruhm?—

Das vor ihm aufgefuͤhrte glänzende Bild ergriff Boleslaw im innerſten Gemuth, vor⸗ nehmlich aber der Name des gehaßten teutſchen

*Die hier dargeſtellte Begebenheit ereignete ſich nicht lange vor dem erſten Kreuzzuge.