Teil eines Werkes 
10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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6 1— So wagt denn ſelbſt in unſerer Nähe zuͤgel⸗ loſe Frechheit das Haupt zu erheben?— Lei⸗ der— ließ ſich der Biſchof vernehmen— Leider ereignet ſich das jetzt nur allzuhaͤuſig, wovon Ihr eben ein Beiſpiel ſehet, mein Koͤ⸗ nig, und was unter Euren Augen ſich begeg⸗ net, mag Euch bezeugen, was zu erwarten ſteht, wenn der Herr fern bleibt, wie bisher. — Sorget nicht— gegenredete Boleslaw fin⸗ ſter— Wir werden wiſſen, jeglichen Ueber⸗ muth zu daͤmpfen, wir mögen ihm begegnen, wo es auch ſey. Bleibet an Eurem Orte, Landvogt!— herrſchte er Severin zu, der be⸗ troffen nach dem Ausgang geeilt war, wo ihm der Hausmeiſter einige Worte zugefluͤſtert, und nun in großer Bewegung zuruͤckkehrte— Nie⸗ mand mag Richter ſeyn, wo ſich der Konig beſindet. Wir ſelbſt werden entſcheiden in die⸗ ſer Sache; macht doch ohne demz was hier geſchehen iſt, und noch geſchehen ſoll, unſere Verbergung fortan unnutz und unmöglich.— So befichlt Eure Gnaden, daß der Burſch Ihr vorgeſtellt werden?— fragte der Reiter. — Fuͤhre ihn herein, doch— mit nichten — ſetzte der Monarch gleich darauf mit duͤ⸗