Teil eines Werkes 
10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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aus, das Wort, daß Dir auf der Lippe ſchwebt: heiße es Aufruhr, heiße es Mord— ich folge ihm freudig, denn warlich es geluͤſtet mich nach dergleichen— und möge auch die Laufbahn blutig ſeyn, die Du mir zeigeſt, ich achte deſſen nicht, ſo ſie mich zu dem fuͤhret, was ich be⸗ gehre.—— Du ſchwaͤrmſt, Knabe, verſetzte Olga gleichgiltig— Wen könnteſt Du auch morden, Sklav, gegen wen Du Dich empoͤ⸗ ren? Nicht dergleichen iſt es, was ich gebiete — fuhr ſie fort, ohne des Sohnes zornſpruͤ— hende Blicke zu bemerken— Nichts thue, als das, was die Pflicht Dir auferlegt.— Kehre zuruͤck in das Schloß, man hat Deiner dort nothig. Nahe Dich dem Gebieter in Unter⸗ wuͤrfigkeit, und achte nicht ſeines Zornes; beuge Dein Haupt ſtill und demuͤthig, und ſeine Hand, ſey ſie auch ſchon erhoben gegen Dich, wird kraftlos herabſinken. Blickt er aber truͤb' und mild auf Dich, wie es wohl manchmal ſich ereignet, dann ſcheine es nicht zu gewahren. Kein Wort des Trotzes entfahre Deinen Lip⸗ pen; Deine Rede ſey fromm und ſchmeichelnd gegen den Sohn des Hauſes und Dein Auge voll freundlicher Sanftmuth.——