Teil eines Werkes 
10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
Einzelbild herunterladen

die Dämmerung, die ſie ihm aufgehen laſſen, in volles Licht verwandeln, erhob ſie ſich plötz⸗ lich und ſprach im gebietenden Ton? Was be⸗ ſtuͤrmſt Du mich, Knecht, noch iſt es nicht Zeit, daß ich Dich hinausſende auf die Bahn, die ich Dir vorgezeichnet von Kindesbeinen an, denn wiſſe, nicht ein feindſelig Geſpenſt trete ich Dir nah, aber wohl bin ich die Macht, die Dein Geſchick beherrſcht, und nur dem Ge⸗ horſamen wird ſie ſich guͤnſtig beweiſen. Mit Widerwillen blickſt Du auf die grobe Kutze, die Dich bedeckt? Wohlan, ich vermag ſie Dir abzureißen, und Dich zu kleiden in ritterlichen Schmuck, oder einen beſſeren noch. Doch bis dahin biſt Du ein Sklav, drum uͤbe Dich im Gehorchen. Schweig, kein Wort mehr, Widerſpenſtiger, ſo Du je erlangen willſt, was ich Dir ertheilen kann, oder auch verſagen, nach Gefallen.—— So ſprich denn, Mutter, denn ich weiß, nichts friedliches iſt es, worauf Du ſinnſt; ich kenne Dich, Mutter— ſo gebiete mir was ich thun ſoll; doch reitze den aufge⸗ brachten Wolf nicht allzuverwegen, auch Dich koͤnnte ſein Zahn trefſen, entzögſt Du ihm die Beute, die Du ihm gezeigt!— Sprich es nur