Teil eines Werkes 
10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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und er, der vielleicht hoch ſteht unter den Men⸗ ſchen, wendet ſich verſchmähend ab von dem leibeigenen Sohn und uͤberantwortet ihn der Laune des harten Gebieters und dem Elend! Verſchloſſen und ſtumm ſtehet die Mutter ne⸗ ben mir, einem feindſeligen Geſpenſte gleich, das hohnend auf die Schmerzen blickt, in de⸗ nen meine Seele erbebt, das nur Raͤthſel hat fuͤr die Fragen des Sohnes und mit kalter Zweizungelei mich aufregt zu Ingrimm und Jollheit.—— Thue ich das, Olgierd?— fragte Olga.— So war denn mein Beſtre⸗ ben nicht vergeblich; bewahre das Feuer, das in Dir gluht, das ich angefacht mit ſtiller Sorg⸗ ſamkeit, daß es auflodere zur rechten Zeit, denn, höre mich, Sohn, Du irrſt nicht, ein Räthſel ſchwebt über Dir, und die Flamme der Rache wird es erhellen, wenn der Tag gekommen iſt. —— Und wenn kommt dieſer Tag?—— Wenn Du den Vater erkannt.——

Eine geraume Zeit blieb Olga ſtumm und in ſich gekehrt; ſie ſchien des Sohnes unge⸗ ſtuͤme Fragen nicht zu vernehmen und als er ihre Hände ergriff, ſie beſchwörend, ſie moge