Teil eines Werkes 
10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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ſehn ſoll, wie Du ſagſt und nicht deſſen, deß Geſtalt immer vor mir ſteht, in dem reichen, zobelverbrämten Kaftan, der mich weinend in ſeine Arme ſchloß in jener Nacht, als Waſſen⸗ geklirr und wildes Geſchrei das Gebaͤude er⸗ fullten, in dem wir gewohnt, und das herrli⸗ cher war als die Burg auf Zembocin? Wie kommt es, daß er nimmer nach dem Weibe gefragt und dem Sohn, der— leibeigene Sklav, den Du mir zum Vater gegeben? So iſt er wohl ſchon todt, vielleicht hat er den dumpfen Geiſt ausgehaucht unter den Hieben der Vögte, und ſein Leichnam liegt irgendwo verſcharrt an unheiliger Stätte?—— Nimmer hab' ich Botſchaft erhalten von ſeinem Tode und keines Vogtes Zuͤchtigung hat er zu fuͤrchten— lau⸗ tete Olga's Antwort.— Doch was taugt es Dir, Kunde von dem zu erhalten, der, wie Du ſagſt, Dich und die Mutter verſäumt? —— Da rief Olgierd wilder aus: Ja wohl, verſäumt bin ich von Allen, ein Auswurf der Menſchen und rings umgeben mit Verwirrung und Dunkel! Schwer liegt das Joch der Knecht⸗ ſchaft auf dem Haupte, das ſich unwillig nur beugt; den Vater hab' ich nimmer gekannt,