Teil eines Werkes 
10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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O des weiſen Rathes des Weibes!— lachte Olgierd auf— der herrlichen Laufbahn die Du mir zeigeſt, die Du Dich die Macht nennſt, die meinem Schickſal gebietet! So ſoll ich mich kruͤmmen fortan und winſeln und ſchmei⸗ cheln wie die Andern, daß den gekruͤmmten Ruͤcken der Kantſchuh nicht treffe? Wahrlich, ſolche Thaten ſind geeignet, mich des Ritter⸗ ſchmuckes wuͤrdig zu machen, den Du mir ver⸗ heißen. Ich bin ein Mann, Mutter; nicht dem Weibe gleich, vermag ich ſuͤße Worte an den zu richten, den ich verabſcheue; nicht lä⸗ chelnden Blickes das Gluck anzuſchauen, das

Der Leibeigene ſchwieg, doch ſchien Olga den Sinn der Worte zu ergänzen; ein zwei⸗ deutihes Lächeln zeigte ſich auf ihren Lippen, um augenblicklich zu verſchwinden; ſie nahm des Sohnes Hand und fuhr fort mit gewin⸗ nendem Ausdruck und Geberde: Und dennoch mußt Du alſo thun. Nur ſo, Higierd, wirſt Du das Gewebe nicht zerreißen, das der Mut⸗ ter Hand ſorgſam bereitet— Nur ſo wirſt Du ihr das Glück gewäͤhren, Dich einſt an der Stelle zu ſehen, die Dir gebuͤhrt, und— ſetzte