Teil eines Werkes 
10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 47—

dannen. Dem iſt aber mit Nichten alſo, Herr Nikolaus Strzemienice! Ihr waret ein Knabe und ſeyd ein gewaltiger Herr worden, einer der Großen im Reich, der dem Vater ſelbſt gebie⸗ ten mag im eignen Hauſe; der leibeigene Knabe iſt auch zum Mann empor gewachſen, und im⸗ mer iſt er noch was er war, ein Knecht; doch hat ſich auch ihm ein weiteres Feld aufgethan, auch ihm behagt, was Euch gefällt, auch ihm leuchtet die Sonne, glaͤnzt die Frucht, auch ihm ſtrahlen die Augen der——— Dem Stärkern gehört die Welt— werd' ich immer der Schwächere ſeyn? O duͤrft' ich nur ein⸗ mal, auf eines Augenblicks Dauer nur, die Kraft entzuͤgeln, die ich fuhle, damit Ihr, ſey es auch zu meinem Verderben, gewahrtet, wie ich Euch haſſe; Dich, Du launenhafter Zwingherr; wie ich Dich haſſe, aberwitziger Graukopf! und jenen weibiſchen Jungen, Deinen Enkel, der gar ſtolz auf mich herabſieht, weil er eines Haa⸗ res breit uͤber der Liefe ſteht, in die mich das Loos geſchleudert, aber vor Allen Dich, Du Glücklicher—

Da unterbrach ihn eine klangvolle, doch tiefe weibliche Stimme mit der Frage: Haſſeſt Du