Teil eines Werkes 
10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Moor und Bruch durchwaten, um die Kriech⸗ enten zu holen, die ſein Bolzen getroffen? Bin ich nicht ſogar gewuͤrdigt worden, die Streiche zu empfangen, die mein hochgeborner Geſpiel verwirkt, wenn er des Vaters Roſſe uͤberjagt hatte, oder dem Kapellan die Buͤcher verſteckt, um der Lehrſtunde zu entrinnen, die ich mit ihm theilen mußte, damit des Paters Spruͤche doch wenigſtens Einen Zuhörer fänden? Hab' ich ihm nicht ſpäter den Steigriemen gehalten, und bin hinter ihm drein geritten durch Nacht, Regen und Sturm, im wilden Wald und auf grundloſen Pfaden, als er nach Skalmierz ritt jegliche Woche dreymal, um Frau Margarethen zu freyen? Füͤrwahr in dieſer Genoſſenſchaft iſt mir nicht der beßte Theil gefallen, nicht bei jenen Jagden, nicht bei dieſen Ritten!— Und er fragt mich, was mir mangele? So kuͤhl, ſo unertraͤglich mitleidig, als fragte man den Todtkranken, ob es ihn auch hie und da ein wenig ſchmerze? Und wie das Gefuͤhl des Elendes ausbricht in Worte, in bittre grimmi⸗ ge Worte, damit ich mich nicht ſchände durch weibiſche, fruchtloſe Klage, ſo meint er, es ſey ſchon recht wie es ſey, und geht zufrieden von