Teil eines Werkes 
10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Pein des Entſagens vertraͤumt. Was will er mit mir, der ſchnode Graukopf; er, der ſelbſt dem erlauchten hochgefeyerten Sohne gegenuͤber, nur ein ſtrenger Gebieter iſt; was hat er mit mir, daß ſeine rauhe Stimme ſich unfreiwillig mildert, wenn er zu mir redet? Was mag ich ihm ſeyn, daß ſein Blick, ſonſt ſo kalt und herriſch, ſich umwolkt, wenn er auf mich fällt? Iſt es darum, daß er das Gefuͤhl in mir wecke, auch ich ſey ein Menſch, um darauf, wenn ich das Haupt erhebe und die Seele mir aufſtrebt in angeborner Kraft, mich höhnend zuruͤck zu ſtoßen in den Abgrund der Niedrigkeit? Spiele nur, Alter, ſpiele mit dem gezähmten, angeket⸗ teten Wolf, doch huͤte Dich, daß ſeine Feſſel nicht reiße! Ich verfluche Deine trugeriſche Milde, Tyrann, wie ich das kaltherzige Mit⸗ leid deſſen verfluche, der ſich meinen Jugendge⸗ ſpielen nennt! Jugendgeſpiele? wiederholte Ol⸗ gierd, und ſein Ingrimm machte ſich Luft in einem ſpottenden Lachen.— Warum nicht? Iſt der leibeigene Knecht nicht der Ehre theil⸗ haftig worden, die Krähen aufzuſuchen, an de⸗ nen der junge Herr die Erſtlinge ſeiner Waid⸗ kunſt erprobt? Hab' ich nicht oftmals duͤrfen