Teil eines Werkes 
10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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ſchmuͤckt, welche ſeine Rundung uͤber die Ge⸗ buͤhr erweiterten, und die zackigen Zinnen die auch auf ihm ſich erhoben, gaben dem ganzen Erzeugniß morgenländiſcher und nordiſcher Ar⸗ chitektur eine ziemlich abenteuerliche Geſtalt.

An der Bruͤcke uͤber den Bach, von wel⸗ cher man das eben Beſchriebene uͤberſehen konn⸗ te, ſtand Olgierd der Leibeigene. Wahrſchein⸗ lich entgingen ſeinem wenig geuͤbten Auge die Maͤngel, die wir eben geruͤgt haben, und das, was er jetzt aufmerkſam betrachtete, mochte ihm als ein ſtolzes Denkmahl der Macht des Adels und der Kirche erſcheinen, aber es war nicht, als ob ihn der Anblick erfreue; je mehr er hinſtarrte, je mehr zogen ſich ſeine Augen⸗ brauen zuſammen, und kurze, heftig herausge⸗ ſtoßene Worte draͤngten ſich aus der bewegten Bruſt.

Euer Mitleid haß' ich— rief er dumpf und keuchend— wie ich Eure Mißhandlung ver⸗ achte! Bin ich auch geeignet, ein Spiel der Launen zu ſeyn, wie der Hund, den nach Ge⸗ fallen der Herr ſtreichelt und ihn zuchtigt, mit dem der eigne Knecht gleich geſchätzt wird, oder geringer als er? Wahrlich, nicht wie der Hund