Teil eines Werkes 
10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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ten, hoch in der Luft gleichſam ſchwebend, ei⸗ nen ſeltſamen doch mahleriſchen Anblick; die übrigen Wohnungen und Wirthſchafthaͤuſer, die den Hofraum umgaben, waren nur von Holz oder Lehm erbaut, denn obſchon es in der Gegend des nur vier Meilen entfernten Kra⸗ kow an Steinen nicht mangelt, ſo hatte ſich doch der Stolz des Adels das Vorrecht vorbe⸗ halten, ſie zum Bau ſeiner Wohnſitze zu ge⸗ brauchen. Ein halb durch die Natur, halb durch Menſchenhand errichteter Wall von un⸗ gleicher Höhe und Ausdehnung umgab das Schloß Zembocin und von dem Fuße deſſelben zog ſich das Dorf hin auf Hügeln und durch kleine Schluchten, wie die unebene Gegend und der Wille des Grundherrn den Inſaſſen geſtat⸗ tet hatte, ſich anzuſiedeln. Doch hob ſich aus dieſen unordentlichen Hüttenreihen noch ein Ge⸗ bäude empor, unfern der Burg, und einen ſcho⸗ nern Anblick als dieſe darbietend. Es war die Kirche. Erbaut im Anfange des 14ten Jahr⸗ hunderts von Eudoxien, einer griechiſchen Prin⸗ zeſſin,(deren Vater der Fuͤrſt zu Kyow, Wo⸗ lodzimierz der Große, und deren Mutter, Anna, des byzantiniſchen Kaiſers Baſilius Tochter ge⸗