3
heimgekehrt iſt vom Luſtwandeln, ob Fräulein Agnes ihre Andacht gehalten und Frau Chri⸗ ſtina ſich ſchoͤn genug findet, dieſes jungen Rit⸗ tersmannes Blick unterweilen auf ſich und von dem Kleinod abzulenken, daß ihn ſein fuͤrwahr wunderbarlich Gluͤck hat finden laſſen.— Eben traten die Erwaͤhnten ein.
Zuerſt ſehen wir die Frau Chriſtine, die Gattin des Miecislaw Skalmierz, der an der Spitze eines Fäͤhnleins Reiter dem König an
die Ufer des Boryſthenes gefolgt war. Durfte
man von den bluͤhenden Wangen, den Sieger⸗ blick des dunkeln Auges, der raſchen Beweglichkeit
der reitzenden Geſtalt auf die Stimmung ihres Gemuͤths ſchließen, ſo trug ſie die Abweſenheit
des Gemahls um ein gutes Theil gelaſſener als ſie Margaretha getragen, und der Kummer um den Entfernten ſchien weder ihrer Geſundheit noch Heiterkeit Eintrag gethan zu haben, noch dem Beſtreben zu gefallen, das ihr Weſen und ihre den byzantiniſchen Frauen nachgeahmte Klei⸗ dung ankuͤndigten. Neben ihr zeigte ſich eine
anmuthige Geſtalt, Malgorzatens Ebenbild im
verjuͤngten Verhaͤltniß, Ilga, die letztgeborne ih⸗ rer Schweſtern. Wie dieſe, hatte ſie blondes


