— unterbrach ihn Margaretha errothend und ver⸗ legen: oder meinet Ihr, daß unter den Gaben die Eure Guͤtigkeit mir beileget, die Beſchei⸗ denheit mangelt, welche nicht gern das unver⸗ diente Lob in Gegenwart ſo vieler Zeugen ver⸗ nimmt? Verzeihet mir, Frau Tochter; ſagte Severin, ihre widerſtrebende Hand mit ritter⸗ licher Courtviſie zu den Lippen fuͤhrend; verzei⸗ het mir, wenn der Mund von dem uͤbergehet, deß das Herz voll iſt, des Gluͤckes, mein' ich, das durch Euch mir im Alter geworden iſt, in hoͤherem Maaße vielleicht, als ich——— Da verſetzte Margarethe lachend: Hoͤret man es doch, Herr, daß Ihr eine geraume Zeit am Hofe zu Carogrod(Byzanz) und zu Kyow ver⸗ weilt habt, und Ihr noch manches im Gedächt⸗ niß bewahret, was die ſchoͤnen Griechinnen viel⸗ leicht nur allzugern von Euch vernahmen. Auch darf ich nicht ſtolz werden durch ſolche Worte, denn nicht minder der Muhme habe ich ſie
Euch ſagen hoͤren. Warlich nicht ſolche; ant⸗
wortete der Rittersmann ernſter: nicht ſolche, theure Frau Margaretha. Verſchiedenen das Verſchiedene. Wo ſind aber Eure Schweſtern und die Muhme? Ilga luſtwandelte mit


