Teil eines Werkes 
10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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mir im Buſch an der Wieſe berichtete die junge Frau. Agnes betet, und Frau Chri⸗ ſtina ſchmuckt ſich, unfehlbar, um dem Herrn dieſer Burg zu gefallen, welches ihr, wenn ich nicht irre, ſchon ganz wohl gelungen. Ihr ſeid warlich zu beneiden, hochgeborner Herr Landvogt; ließ ein alter Edelmann ſich verneh⸗ men: bei hohem Anſehn und vielem Gut trifft Euer Auge, wohin es ſich wendet, nur auf Er⸗ freuliches, und beſonders mag man dazu die edlen Frauen und reizenden Jungfrauen zah⸗ len, welche Euer Haus zieren und Euch die Erinnerung an eine Zeit zuruͤckrufen, in der, wie ich mich wohl beſinne, der ehrenveſte Herr Severin Strzemieniec fuͤr einen großen Vereh⸗ rer der Weißkopfe(pialaglowa, Weißkopf, Frauenzimmer) galt. Da ſchaute der Schloß⸗ herr unmuthig auf ihn und ſprach etwas rauh: wenn Ihr Euch dergleichen zu erinnern meint, ſo halte ich dafür, es ſei hier nicht der Ort und die Zeit, die Schätze Eures Gedächtniſſes auszuſpenden. Der Sprecher verſtummte be⸗ troffen, Malgorzata aber hatte ſich abſeits ge⸗ wendet; ſie redete mit dem Hausmeiſter, und die Lebhaftigkeit ihrer Bewegungen und des al⸗