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ſeine Augen flammten in duͤſterer Glut und ein gichtiſches Zucken bewegte ſeinen Mund; er neigte das Haupt und unbeweglich knieete er vor dem Herrn.— Gehorche, Knecht! rief dieſer in aufwallendem Zorn;z da raffte er ſich ſchnell empor, ſtand dann einen Augenblick, als ſei er unſchluͤſſig, und warf ſich nun mit wil⸗ der Geberde vor dem Alten nieder.— Als dieſer aber, vollig verſohnt durch die Genugthu⸗ ung, ihm die Hand bot, ihn aufzurichten, wies er ſie zuruck, ſprang auf und verließ den Saal, ohne waͤhrend des ganzen Vorganges ein Wort geſprochen zu haben.
Darauf wendete ſich Severin zu ſeiner Schwiegertochter, die im Begriff ſtand, ſich zu entfernen, und ſagte ihr: Verlaſſet uns nicht, Frau Malgorzata! Wie ich ſehe, habt Ihr das Haus wohl beſchickt und mögt mir Eure Ge⸗ genwart gonnenz wenn ich aber Euch ſehe, iſt mir gleich dem Konige Saul im Beiſein des Pſalmiſten, und kein finſterer Geiſt mag wei⸗ len, wo Ihr ſeid.— Dankbar verneigte ſich Malgorzata, und auf einen Wink des Herrn näherte Georg nicht ohne Anſtrengung einen


