Teil eines Werkes 
10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Mal, da hab' ich wohl etwas geahnet; denn was moͤchte meiner Gebieterin Herz erfreuen, wenn der Gemahl nicht daheim iſt, als die Hoffnung, daß er kommen wird? So wollet mir alſo als langjaͤhrigen Diener den Vorwitz verzeihen. Schon gut; verſetzte der Herr: biſt Du doch geraume Zeit im Dienſt meines Geſchlechts, und magſt etwas voraus haben vor den Andern; auch biſt Du uͤberdem ein freier Inſaſſe. Aber ſetzte er hinzu, indem er das Geſchirr näher betrachtete da iſt ja die Faſſung krumm und verbogen. Wer wartet alſo uͤbel ſeines Amtes rief er plötz⸗ lich mit donnernder Stimme: daß er des Hau⸗ ſes Kleinode verwahrloſet, oder ſie muthwillig ſchaͤndet? Georg, nichtsnuͤtziger Burſch! wer hält mich, daß ich Deinem Kopf nicht eine Beule verſetze, gleich der, die meines Sohnes Trink⸗ horn verunſtaltet? Gemach, hochgeborner Herr! ſagte Marek etwas trocken und ſtellte ſich vor den beſtuͤrzten Enkel: Eines moͤchte Euch doch wohl halten; die Erinnerung, daß des Jungens Vater einſt fuͤr Euch eine ſchlim⸗ mere Beule davon getragen, die ihn ſcheiden laſſen von Leib und Leben. Auch iſt es der