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doch wollen wir indeſſen nicht feyern, ſondern dem Willkommsbecher vor Allem zuſprechen. Zuerſt alſo, rief er, indem er ſein Trinkgeſchirr, die Hirnſchaale eines Baͤren auf zierlich gear⸗ beitetem goldnen Fuß ruhend, ein Werk byzan⸗ tiniſcher Kunſt, ergriffz auf das Wohl Königs Boleslaw des Mten, des ruhmwuͤrdigen Ver⸗ theidigers der römiſchen Kirche, des Vaters des Vaterlandes!— Hiemit bringe ich es Euch zu. — Waͤhrend die Andern Beſcheid thaten, fiel das Auge des Edelmanns auf das Trinkhorn
ſeines Sohnes, und lachend ſprach er zu dem
Hausmeiſter:— Es ſcheinet, als habe Alles hier in der Burg fruͤher um die Ankunft des Herrn Nikolaus gewußt, als ſein Vaterz und auch Du, alter Marek!— Da ſei Gott vor, entgegnete der Hausmeiſter: daß irgend einer Eures Geſindes vorwitzig nach etwas frage, oder von etwas plaudere, was Euch und Euer
edles Haus betrifft, ſo lange Ihr, das Haupt
deſſelben, es nicht verkuͤndet; denn nur fuͤr des Herrn Wort ſoll des Dieners Ohr offen ſein. Da ich aber Frau Margarethens Augen heut ſtrahlen ſah im Sonnenglanz der Freude und ihren Mund laͤcheln ſeit langer Zeit zum erſten


