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Als Walenty Bielawski, gluͤcklicher als er, mit ſeiner Toſia verbunden, das Gehoͤfte bezog, welches nach des Vaters Ableben ihm zugefal⸗ len, rief ihr Geſpraͤch oftmals die Begebenhei⸗ ten der entſchwundenen Zeit zuruͤck, und mit dem alten Widerwillen gedachte der Towarzysz des widerwaͤrtigen Siewrak, und nicht ohne Zu⸗ friedenheit des Lohnes, der ihm geworden. Es war dieſem nicht ſo wohl gegluͤckt als ſeiner Muhme; war es die Abſicht, die ſchwer zu huͤ⸗ tende Zunge des nur zu wohl unterrichteten Theilnehmers an gewiſſen Thaten zum Schwei⸗ gen zu bringen, oder die Folge jenes fruͤhern Verſprechens des Wojewoden Kmita, der in ſolchen Dingen ein Mann von Wort warz kurz, in dem buͤndigen Verfahren, das ſeinem urtheilſpruch voranging, vermied man gefliſſent⸗ lich jede Beruͤhrung bedenklicher Gegenſtaͤnde; nur Schelmenſtuͤcke gemeiner Art wurden er⸗ waͤhnt, und auch ſie waren mehr als hinrei⸗ chend ihn zum Galgen zu fuͤhren, der auch nach kurzem Aufſchub den oſt entſchluͤpften Herrendiener in wohl geſchuͤrzter Schlinge feſt⸗ hielt. Wir aber rufen gleich jenem wackern Krakower Buͤrger ihm nach: moͤge es allen Kundſchaftern und Ohrenblaͤſern alſo ergehn!—
Es wird manchem Leſer dieſer Darſtellung dünken, es mangele ihr die Genugthuung pve⸗ tiſcher Gerechtigkeit, denn waͤhrend wir Mit⸗ ſchuldige, Werkzenge und Opfer dem Grabe an⸗ heimfallen ſehen durch vergeltende Gewaltthat, oder die Schmerzen eines zerſtoͤrten Daſeyns,


