Teil eines Werkes 
4. Band, Hippolyt Boratynski : 4. Theil (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

den ein guͤnſtiger Beſcheid. Man geſtattete den Eintritt fuͤr dieſe Nacht, inſofern die Frem⸗ den ſich mit einer Freiſtatt vor dem wilden Wetter und mit Geringen begnuͤgen wollten⸗ das ein Haus darbieten koͤnne, welches ſo we⸗ nig als ſeine Bewohnerin zum Empfang von Gaͤſten eingerichtet ſey. Mit Unmuth hatte die Koͤnigin vernommen⸗ daß ſie ſich noch in⸗ nerhalb der Beſitzthuͤmer eines Fuͤrſten aus dem Hauſe der Piaſten befaͤnde, deſſen Abnei⸗ gung ihr ſo wohl bekannt war als die Trieb⸗ federn derſelben, und nur widerwillig betrat ſie das Haus eines ſolchen. Indeſſen die Noth⸗ wendigkeit erkennt kein Gebot; ſie entſchloß ſich der wenig dringenden und weniger noch verſprechenden Einladung zu folgen, nachdem ſie in einigen Worten ihren Dienern das ſtrengſte Stillſchweigen anempfohlen. We⸗ der das Anſehn der Burg, noch die Aufnah⸗ me, welche man daſelbſt fand, war geeignet, die Erwartung von den Annehmlichkeiten dieſes Aufenthaltes zu erhoͤhen. Zwar ſiel die Zug⸗ prucke ſogleich uber den ſchlammigen Graben, als die Königin nahte, doch kam ihr niemand entgegen als ein alter Hausverwalter deſſen