Teil eines Werkes 
4. Band, Hippolyt Boratynski : 4. Theil (1826)
Entstehung
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dann die Arme demuͤthig uͤber die Bruſt, und verſchwand mit ſeinem Gefolge in der Pforte, die ſich hinter den nachfolgenden Traͤgern des Geraͤthes ſchloß. Wohl eine Viertelſtunde lang dauerte eine tiefe Stille, allmaͤhlig ſtieg drauf leiſes Fliſtern empor vom innern Hofe nach der Galerie, in welcher kein Wort, kaum das Säuſeln der Athemtuge ſich hoͤren ließ, da flo⸗ gen beide Flügel der Kirchthure weit auf in ihren Angeln, und das Volk draͤngte ſich in das Gotteshaus, und aus dem oberſten Fenſter des Thurmes flatterte eine weiße Fahne. Und plotzlich erbebte das Gemaͤuer des lautloſen Saales vom Donner einer Karthaune, und noch einmal krachte das Geſchuͤtz, und aber⸗ mals und immer wieder. Angſthaft ſchrieen die Damen bei dem erſten ſchmetternden Schall auf, auch die Koͤnigin fuhr unwillkuͤhrlich zu⸗ ſammen, doch war es wohl nicht das gewaltige Getoͤn allein, das ſie erſchreckte. Auf den Schrei der Frauen folgte abermals dumpfes Schweigen, als wolle man die maͤchtigen Stim⸗ men zaͤhlen, welche den Freudenruf um die Wälle wiederholten, und in die jetzt das Ge⸗ laͤute der Glocken darein klang von der Kathe⸗