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drale und den ſiebzig Kirchen der Hauptſtadt und der laute Jubel des Volkes. Allzu ſchnell war jedoch fur die erlauchte Verſammlung die Entſcheidung hereingebrochen die dieß Alles ver⸗ kndete; man bedurfte eines Augenblickes Ue⸗ berlegung, um zu erkennen, was nun zu thun ſey. Verlegenheit und Beſorgniß mahlten ſich auf allen Angeſichtern, doch der Biſchof von Kujawien trat vom Fenſter zuruͤck in die Mitte der Galerie, dem Standbilde Wladyslaws Ja⸗ giellw gegenuͤber, und rief mit lauter Stimme und freudeglaͤnzenden Augen: Te Deum lau- damus—! Erhebt eure Donnerſtimmen, ihr ehernen Schluͤnde, die ihr ſonſt nur Tod und Verderben verkuͤndet, und rufet dem Reiche den freudigen Gruß zu! Und du, ehrwuͤrdiger Fuͤrſt, Ahnherr der Jagiellonen, blicke ſegnend auf uns herab, denn heut iſt deinem Hauſe großes Heil wiederfahren, und dein Geſchlecht wird ſich verjuͤngen, daß es noch Jahrhunderte ſitze auf deinem Thron!—— Da ſprach Bona Sforza mit erſtickter Stimme zu ihm: Eure Begeiſterung reißt Euch allzu weit hin, Herr Biſchof; ſie laͤßt Euch Uns vorgreifen, die das, was geſchehen ſeyn mag, doch am naͤch⸗ 3


