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Bona verließ ihren Sitz, doch ohne Eil, und ſchaute hinab, neben ihr der Großmarſchall. Da ſahen ſie den jungen Staroſten von Sam⸗ borz, Hippolyt Boratynski und den Bartholv⸗ maͤus Sabinus, Archidiakonus zu Krakow mit raſchen Schritten auf die Kathedrale zugehen, deren Pforte vor ihnen geoͤffnet ward; ihnen folgten viele von des Koͤnigs Leuten und Kir⸗ chendiener, belaſtet mit allerlei Teppichen und Behaͤngen, die letztern von blauem Sammt mit ſilbergeſtickten Adlern— hinter dem Zuge drein ſtroͤmte eine Menge Volks durch das offene Hofthor, eilig und draͤngend, doch geraͤuſchlos, wie es bei Erwartung neuer und wichtiger Dinge zu ſeyn pflegt— doch wich das Ge⸗ draͤnge unmittelbar darauf auseinander, dem Biſchof von Krakow Raum gebend, der dem voranſchreitenden Kreuttraͤger in der Mitte ſei⸗ ner Kapitularen folgte. An der Kirchpforte ſtand Samuel Maeiejowski ſtill, und der Sta⸗ roſt naͤherte ſich ihm, ihm ein Pergamentblatt, mit dem großen Reichsſiegel verſehen, uͤberrei⸗ chend, der Biſchof empfing es, und nachdem er es durchleſen, hob er Augen und Haͤnde wie dankſagend zum Himmel empor, faltete Hipp. Borat. 4r Theil. 3


