melte die Staroſtin mit zornrothen Wangen, welche zeigten, ſie habe den Sinn allerdings be⸗ griffen, den Andreas in ſeine Worte gelegt hatte.— Kommt Fraͤulein, mich duͤnkt der Hochwuͤrdige Herr ſei heute nicht in der Stim⸗ mung, Damen zu unterhalten.——
Doch das Fraͤulein uͤberhoͤrte das abrufende Wort; ſie ſchaute unverwandt hinaus auf den Burghof, dann trat ſie einen Schritt zuruͤck, kehrte ſich gegen den Biſchof und deutete ſchweigend mit dem Finger nach dem gegenuͤber liegenden Portal der Domkirche. Langſam er⸗ hob ſich die Prinzeſſin von Mazowien, welche die freudige Bewegung der Lochter bemerkt hatte, von ihrem Seſſel, und naͤherte ſich mit
der Frage: was es ſey, das ihre Aufmerkſam⸗
keit errege?— Wahrſcheinlich— verſetzte Bi⸗ ſchof Andreas— werden wir in einigen Augen⸗ blicken Botſchaft erhalten von dem Reichstage, denn wenn des Wojewoden⸗Fraͤuleins ſcharfer Blick und mein ſtumpferes Auge nicht truͤgen, ſo ſchreitet eben Einer uͤber den Hof, welcher
den durchlauchtigſten Herrn nach Piotrkow ge⸗
leitete.— Neugierig draͤngten ſich die in der Galerie Anweſenden gegen die Fenſter, auch
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