Teil eines Werkes 
4. Band, Hippolyt Boratynski : 4. Theil (1826)
Entstehung
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Auge einer jungen Dame auf ſich ziehen, und der Koͤnig mag immerhin den Feldherrn umar⸗ men; waͤre dieß jedoch an ſeiner Stelle einer ſchönen Sieradierin widerfahren, ſo duͤrftet ihr mit Recht glauben, Hochwuͤrdiger Herr, daß es meiner reüzenden Freundin nicht gleichgultig ſeyn wuͤrde. Darauf unterbrach Helena ſie mit den Worten: Wenn Ihr alſo in meiner Seele ſprecht, Frau Staroſtin, ſo muͤſ⸗ ſet Ihr mich fuͤr ſehr anmaßend halten, daß ich mir erlaubte das zu meiſtern, was meinem Herrn zu thun gefaͤllt; die Freundſchaft aber, mit welcher er mich beehrt, ertheilt mir kein ſolches Recht. PVortreflich! rief Frau Fal⸗ eieska mit erkͤnſtelter Lebhaftigkeit. Es ſteht einer Jungfrau wohl an, niemals geradezu zu geſtehen, was ſie empfinden mag, ſollte auch laͤngſt alle Welt es kennen; das iſt unſte Staatskunſt, wuͤrdiger Herr von Kujawien, und was daruber hinaus iſt, uͤberlaſſen wir der Weis⸗ heit der Maͤnner. Es waͤre allerdings zu wuͤnſchen, verſetzte Zebrzydowski laͤchelnd, daß dem letztern immer in der Wahrheit ſo waͤre; auch glaube ich, daß es bei dem Wojewoden⸗ Fraͤulein ſo ſeyn mag, an welches ich eigentlich