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cher Geſchenke erwaͤhnt, die der Großfeldherr unter die bedeutendſten ſeiner Anhaͤnger ver⸗ theilt habe, und man raunte einander insge⸗ heim den befremdlichen Umſtand zu, daß die Zimmer, welche einſtmals der Koͤnig von Un⸗ garn Janus Zapolski bewohnt hatte, und von denen einige mit Baldachinen verſehen waren, nun auf das Koͤſtlichſte neu verziert wuͤrden. Bona Sforza ermangelte nicht, durch ihre Eil⸗ boten nach Piotrkow dieſes Alles ihrem Sohne zu hinterbringen, doch lauteten ſeine Antworten kurz und unbeſtimmt, und endlich verſicherte er in einem Handſchreiben: er hoffe zu Gott und ſeinem Recht, daſſelbe zu vertheidigen gegen Jeden, welcher geſonnen ſey es anzutaſten, er ſey wer er wolle.
Da verlautete es, der Graf von Tarnow nahe mit ſeiner Begleitung der Hauptſtadt, um durch dieſelbe zum Reichstag zu ziehen. Man bemerkte unter den Buͤrgern zu Krakow eine gewiſſe dumpfe Unruhe, welche die Erwartung wichtiger Exeigniſſe zu begleiten pflegt, wenig laute Aeußerungen wurden vernommen, doch deſto mehr gewahrte man leiſes Fliſtern und neugieriges Hinhorchen. Man ward in der


