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Burg ungewiß uͤber die Stimmung die in der Stadt herrſche; denn wenn auch Siegmund Auguſt ſich der Zuneigung des Volks erfreute, ſo fuͤhlte Bona von Mailand doch nur zu ſehr, man betrachte ſie mit weniger guͤnſtigem Auge, und des Feldherrn Leutſeligkeit und freigebige Milde haben ihm ſeinen Mitbuͤrgern werth ge⸗ macht. In einer eilig berufenen Verſammlung ihrer Vertrauteſten und der koͤniglichen Raͤthe, ward die Frage eroͤrtert, vb man dem Kaſiellan von Krakow die Thore verſchließen und einen Aufruf an die Buͤrgerſchaft ergehen laſſen ſollte, oder ob es gerathener ſey, ſich mit weniger auffallenden Vorſichtmaßregeln zu begnuͤgen. Der ungeſtuͤme Kmita ſtimmte fuͤr das Erſte; er war begierig, ſich mit dem alten Feinde im Kampfe zu meſſen, und gegen ihn die Anklage
des Hochverraths auszurufen, den er doch ſich
ſelbſt unter guͤnſtigern Umſtaͤnden verziehen ha⸗ ben wuͤrde; auch die Koͤnigin war einem ge⸗ waltſamen Schritte nicht abgeneigt, doch die Mei⸗ nung bedaͤchtigerer Rathgeber, die ernſte War⸗ nung bes Biſchofs von Kuſawien und endlich die Furcht vyr der Mißbilligung des Koͤnigs gewannen die Oberhand— man verſtaͤrkte ins⸗


