auf den Reichstag begaben, war auch der Groß⸗ feldherr; mit vielem Geraͤuſch und großem Pomp wurden gegen ſeine Gewohnheit die An⸗ ſtalten zu ſeiner Abreiſe von Tarnow, wo er ſich aufhielt, betrieben. Gaſtmahl folgte auf Gaſtmahl in ſeinem Schloſſe, ein ſtarkes Geſol⸗ ge von Edelleuten und reich gekleideten Die⸗ nern umringte ihn, wenn er zu Krakow er⸗ ſchien und das Geruͤcht meldete, er werde zu Piotrkow mit nicht weniger denn zwei hundert Edelleuten, aus mehr oder minder angeſehenen Haͤuſern, und mit tauſend Bewaffneten auf dem Reichstage einreiten. Argwoͤhniſch und miß⸗ gͤnſtig richtete beſonders der Großmarſchall Pe⸗ trus Kmita ſein Auge auf die bedeutſamen Vorbereitungen und die Berichte, die er dar⸗ uͤber in den Kammern der verwittweten Koͤni⸗ gin ablegte, erfullten dieſe mit Befremdung, und ließen ſie fuͤrchten, ſie ſey zu ſpaͤt auf dem eingeſchlagenen Wege umgekehrt. Laͤglich er⸗ hielt man neue Nachrichten von dem Aufwande, der zu Tarnow gemacht worden, man ertaͤhlte von ſilbernem und goldnen Geſchirr, das aus Ve⸗ nedig angelangt ſey, und von vortrefflichen Roſſen morgenlaͤndiſcher Zucht, es wurden vieler rei⸗
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


