Teil eines Werkes 
4. Band, Hippolyt Boratynski : 4. Theil (1826)
Entstehung
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ihn die ſproͤde Kaͤlte, mit der ſie ihn empſing, und der gleichſam verwundernde Blick, mit dem ſie ihn nach ſolchem Begegniß in ihren Zim⸗ mern erſcheinen ſah, voͤllig aus denſelben; nur an Hoffeſten und bewacht von den Blicken der Mutter ſah den Winter hindurch Helene Odro⸗ wonz den Liebling ihres Herzens, und ſelten nur mochten ſie ſich in wenigen fluͤchtigen Wor⸗ ten mit einer beſſern Zukunft troͤſten. Jetzt war Hippolyt, der bereits als Hauptmann ein Faͤhnlein Reiter der Leibwacht des Koͤnigs be⸗ fehligte, demſelben nach Piotrkow gefolgt, und ſein Bruder in's geheim nach den ruſſiſchen Landen geſendet worden, um unter dem dorti⸗ gen Abel die Ruhe zu erhalten; das Fraͤulein auch des einigen Troſtes verluſtig, den ihr zu Zeiten die Gegenwart des Verlobten und des erfahrnen Freundes Rath gewaͤhrte, entfernt von ihrem koͤniglichen Beſchutzer blieb der fin⸗ ſtern Laune Annens von Mazowien uͤberlaſſen, die ihr nicht verzeihen konnte, daß ſie im An⸗ geſicht des piaſtiſchen Vetters ſelbſt eine Nei⸗ gung erklaͤrt hatte, deren Gegenſtand ihrer Mei⸗ nung nach derſelben ſo unwuͤrdig war. Unter den wenigen Herren hohen Ranges, welche ſich