Teil eines Werkes 
3. Band, Hippolyt Boratynski : 3. Theil (1826)
Entstehung
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hierauf ſeinen Begleitern und die, welche im Streit ſchon den Lohn ihres Frevels empfangen hatten, wurden bei Seite geſchafft, mit einer Eil, welche glauben ließ, daß man ihre Gegen⸗ wart fuͤr nichts weniger als nothwendig und er⸗ ſprießlich hielt. Waͤhrend dem hatte ſich Bona der ſchweigenden Truppe genaͤhert, hinter welcher die ſiegende Schaar in ſchnell geordneten Rei⸗ hen ſtand. Da wandte ſie ſich zu der Frau im braunen Gewande, gleich als ſey ſie es allein, welcher das Vergangene beizumeſſen, und fragte mit dem Ausdrucke des Hohnes und Grolles, die nach langer Unterdruͤckung ſich der Gelegen⸗ heit erfreuen, welche ihnen den Ausbruch geſtat⸗ tet: Wer biſt Du, Dirne, deren zuchtlos naͤcht⸗ liches Herumſchweifen Anlaß giebt zu wildem Gezaͤnk und majeſtaͤtsverbrecheriſchem Waffenſpiel im Hauſe des Koͤnigs? Doch die Ge⸗ ſchmaͤhte ſchwieg und verweilte in gebeugter Stellung uͤber der eben zu ſich kommenden Ohn⸗ maͤchtigen, ihr die Schlaͤfe mit geiſtigem Waſſer reibend, welches Thevphila ihr darreichte; durch die Glieder der Littauer aber rauſchte ein Mur⸗ ren des Unwillens und ein leiſes Waffengeklirr, als draͤngten die Krieger ſich ungeduldig gegen