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nahe am Thron, auf dem die ehrenwerthen Vaͤ⸗ ter geſeſſen.— Doch Anna weigerte ſich, in die dargebotene Hand des Monarchen die ihrige zu legen; ſie trat einen Schritt zuruͤck und ſprach beſtimmt und kalt:— Wir ſind nicht gekommen, ich und mein Fraͤulein, ein Almoſen von der Gnade des Koͤnigs zu erflehen, deſſen Gerechtigkeit wir allein in Anſpruch nehmen. Mir ſteht es zu, zu erwaͤgen, welche Gabe un⸗ ſerer wuͤrdig ſey, und ſo lange dieſe uns ver⸗ weigert wird, vergoͤnnt, daß wir das Andere zu⸗ ruͤckweiſen.—— Schweigend warf der Koͤnig einen Blick voll Hoheit auf die harte Frau; dann wendete er ſich gegen die eine Seite des Rundes und rief: Was ſtehet Ihr ſo fern, Herr Silentiarius? hat Euer Name auf Eure Sprachorgane gewirkt, oder fuͤrchtet Ihr, daß bei Eurem Erſcheinen die laute Freude im Pa⸗ laſte verſtumme?*) Herbei, um Euer Amt zu
*) Der Silentiar, einer der vornehmſten Hofbeamten des conſtantinopolitaniſchen Hofes, hatte die Verpflichtung, die Stille im Palaſt zu erhalten, und wer in den Ge⸗ maͤchern des Kaiſers oder den daran ſtoßenden Gaͤn⸗ gen, wo man nur fliſtern durfte, die Stimme zu laut erhob, verfiel ſeiner Gerichtsbarkeit. Mehrere Si⸗ lentiare haben den Thron beſtiegen, zuerſt Anaſtaſius, der unter Zeno dieß Amt bekleidete.


