beneiden, welche Euch der Muttername ertheilt, duͤrfte und ſollte der Koͤnig nicht das Amt ei⸗ nes Vaters verwalten.—— Das Alter Eurer Majeſtaͤt— erwiederte Anna mit gezwungenem Laͤcheln— beraubt meine Tochter wohl der Eh⸗
re, einen ſo jugendlichen Vater den ihrigen nen⸗
nen zu koͤnnen; darin aber pflichte ich Euch bei, durchlauchtigſter Herr, daß der Sproͤßling der Piaſten ſein Gluͤck aus keiner andern Hand em⸗ pfangen darf, als der des Koͤnigs.— Laſſet Uns denn einen Bund ſchließen zum Wohl Helenens: Frau Fuͤrſtin Wojewodin— rief Siegmund in großmuͤthiger Ruͤhrung—, laſſet Uns wachen und ſorgen, daß der Pfad ſich ebene vor ihr und ſie das Gluck finde, das wahre Gluͤck, ehrenwerthe Baſe, das nicht allein die Andern blendet, ſondern das eigne Herz befriedigt. Wir kennen ihr Herz, Wir kennen es vielleicht mehr als Ihr, und wiſſen, daß es Anderes bedarf als das, was Unwiſſende fuͤr neidenswerth halten. Laſſet die Freude wieder eintreten in die versͤ⸗ deten Hallen Eures Hauſes, die ſie nun ſchon ſo lange gemieden, die Wir ſo gern dahin zu⸗ ruͤckführten, vereinigt Euch mit Uns, daß das
Geſchlecht der alten Koͤnige wieder neu aufbluͤhe
Hivv. Borat. zr Theil. 17
— —
————
—


