Was bringet ihr Uns, Falezeska? Wir wollen hoffen, daß es nichts Geringes ſey, welches euch veranlaßt, Uns zu ßtoͤren, Unſerm Gebote zuwi⸗ der, das dem ſuͤmmtlichen Hofßnat unterſagt dieß Gemach zu betreten, waͤhrend Unſerer Frau Muhme Liebden demſelben ihre Gegenwart ſchen⸗ ken.— Wie Ihr wollet, gnaͤdigſte Frau— ver⸗ ſetzte die Staroſtin athemlos durch die Eile, mit der ſie gekommen war,— wie Ihr wollet. Zwar iſ das, was mich hierher führt, nichts mehr oder weniger, als das, was die Maͤnner in ihrem Uebermuthe mit dem Namen Frauengeſchwaͤtz belegen, welches aber doch, wie ihr wohl wiſſet, manches Mal an Gewicht und Wirkung ihren ſchwerfaͤlligen Berathſchlagungen und hochgeprie⸗ ſenen Waffenthaten nicht nachſteht.— Drauf ſprach die Koͤnigin gleichgiltig:— Fuͤrwahr, Falezeska, euch kann es nicht unbekannt ſeyn, daß Wir anderer Waffen maͤchtig und gewohnt, die gemeine Waffe der Weiber, die Zunge, ſel⸗ ten gebrauchen; und daſſelbe mag man noch mit mehrerem Rechte von der Prinzeſſin ſagen, von deren Schweigſamkeit Wir in der vergan⸗ genen Stunde Uns genugſam uͤberzeugen moch⸗ ten. Jedoch da ihr nun einmal hier ſeyd, ſo
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