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Mutter, die Wittwe des Levn Odrowonz ſtun⸗ denlang ohne Dazwiſchenkunft eines Dritten bei der Gebieterin verweilen. Doch verrieth keine Veraͤnderung im Antlitz oder Benehmen der ſtyl⸗ zen Piaſtin die Hoffnungen, welche allmaͤhlig in ihr emporſtiegen. Nur Rache und Ehrgeiz wohn⸗ ten noch in dem laͤngſt jeder Freude entwoͤhnten Gemuͤth, und ſie vermochte mit kalter Aufmerk⸗ ſamkeit das zu betrachten, was ſie umgab. Frucht⸗ los verſuchte Bona die ſteinerne Genoſſin durch die tauſend Rittel zu gewinnen, die der Welt⸗ kunde aus dem hoͤchſten Range zu Gebote ſte⸗ hen; ſie wich jeder Annaͤherung aus, die dem fremd war, was die alten Feindinnen fur den Augenblick vereinigte, und ſelbſt in den Stun⸗ den anſcheinender traulicher Herzensergießung uͤber den Gegenſtand ilires Strebens, gewahrte die Mailaͤnderin in dem Auge der Prinzeſſin von Mazowien ein dunkelglimmendes Feuer, das nur des Momentes zu warten ſchien, in dem es ihr vffenbar wuͤrde, ſie ſey getaͤuſcht, um in ver⸗ zehrenden Flammen aufzulodern. Beaͤngſtet durch die Naͤhe der unheimlichen Verbuͤndeten, ſehnte wohl damals ſchon die Koͤnigin den Augenblick herbei, da ſie ihrer nicht mehr beduͤrfen und es


