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Sinn der Geliebten beruhigt, ſo duͤnkte ihm doch, was er geſehn und gehoͤrt, hinreichend, bei Siegmund Auguſt eine Abſicht zu vermu⸗ then, welcher ſein bekannter Flatterſinn nur zu viel Wahrſcheinlichkeit lieh; wie ſollte er jedoch ſolchen Argwohn der Gemahlin geſtehen, der, deren noch ſo unbeſtimmtes Geſchick allein auf der Treue deſſen beruhte, deſſen Wankelmuth ſie augenblicks von dem Thron in den Abgrund des Elends und der Verachtung ſtoßen konnte? Auch trat die Erinnerung an ſein unziemliches Verweilen im Hauſe des Kmita verwirrend vor ſeine Seele, und doch füͤhlte er, daß die, die zu ihm ſprach, ein doppeltes Recht auf ſein Vertrauen beſaß, als die Gebieterin, welcher er diente, und als die Einzige, die fortan ſei⸗ ne Liebe beſchuͤtzen konnte und wollte. Er antwortete demnach mit mehrerer Befangenheit, als ihm ſonſt eigenthuͤmlich war: Was ich Euch zu berichten habe, durchlauchtigſte Frau, mag minder zu meiner Rechtfertigung dienen, als manchen Mißgriff, den ich gethan, vor Eurer Milde zu entſchuldigen.— Die Erkennt⸗ niß des Fehlers— ſprach Barbara laͤchelnd— iſt der erſte Schritt zur Reue und Beſſerung.


