Teil eines Werkes 
3. Band, Hippolyt Boratynski : 3. Theil (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

4—

Doch nicht bei mir allein habt Ihr euch zu entſchuldigen— fuͤgte ſie ernſter hinzu.— Wenn das wahr iſt, was ich vernommen, ſo iſt noch Jemand, deſſen Nachſicht ihr ſtark be⸗ duͤrfet— Helenen Odrowonz, meine ich, Herr Kaſtellanie, denn ich mag nicht glauben, daß Ihr, wie man Uns berichtet, um der Gunſt Unſers Feindes willen, des Großmarſchalls, ein Band leichtſinnig geloͤſt habt, zu deſſen Be⸗ ſchůtzerin Ihr die Gemahlin Eures Herrn er⸗ waͤhlt; eines durch Vaterſegen geheiligten Buͤnd⸗ niſſes, welches Wir aufrecht erhalten werden ſelbſt gegen Euch, denn nur ſolche geziemt es Koͤniginnen zu beſchuͤtzen, nicht aber muͤßige Liebesabenteuer des Hofgeſindes.—— Da begann Hippolyt ſeine Erzaͤhlung, er bekannte, wie er, vorwitzig des Bruders Warnung ver⸗ ſchmaͤhend, ſich dem Kmita angeſchloſſen, um wo moͤglich das Vertrauen des verſchloſſenen Greiſes zu gewinnen; wie er, weit entfernt die⸗ ſen Zweck zu erreichen, in jugendlichem Leicht⸗ ſinn ſich zu zweckloſen Zerſtreuungen verleiten laſſen und die erſte Abſicht ſeines Benehmens beinahe gaͤnzlich aus den Augen verloren; er gedachte des Fraͤuleins von Podolien mit allem