Teil eines Werkes 
3. Band, Hippolyt Boratynski : 3. Theil (1826)
Entstehung
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XRVI

Verfaſſer wehmuͤthig, das hab⸗ ich ja gerade des⸗ halb gethan, um zu vermeiden was mich jetzt

betrifft. Darum hab⸗ ich ja, das Bischen Schoͤn⸗

heit abgerechnet, die polniſche Juͤdin ſo unbe⸗ deutend gezeichnet; darum habe ich, obgleich mit Widerwillen, alle Gemuͤthlichkeit von ihr ent⸗ fernt, und dieſelbe jenen Fraͤulein aufgebuͤrdet; darum iſt ja meine Eſterka ein herzloſes, zwi⸗ ſchen kindiſcher Eitelkeit und ſich entwickelnder Raͤnkeſucht zuſammengeſetztes Geſchoͤpf, damit ſie jener Rebekka nicht gleiche, jenem lieblichen Bilde, dem Reich der Einbildungkraft entſproſ⸗ ſen, das der boͤſe Feind vor meine geſchichtliche Eſterka geſtellt hat, jenem lieblichen Bilde, ſage ich, dem man wahrlich wenig Ehre erzengt, es mit dieſer vergleichend. Damit dieſer Mardachai nicht fuͤr ein verzerrtes Spiegelbild jenes Iſaaks gehalten werde, habe ich ihn zum Verbrecher herabgewuͤrdigt, der nur durch den Grad ſeiner Verworfenheit ſich vor dem Gemeinen auszeich⸗ net, und durch kabaliſtiſchen Aberglauben; ich habe ihn voͤllig wider Wiſſen und Gewiſſen jener reinmenſchlichen Regungen entkleidet, welche der Verfaſſer des Jvanhve uͤberraſchend und erfreu⸗ lich unter der Rinde hervorbrechen laͤßt, die