Teil eines Werkes 
3. Band, Hippolyt Boratynski : 3. Theil (1826)
Entstehung
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und viel geleſen, und damit ich Euch beweiſe, daß mir auch Euer Werklein bekannt iſt, will ich Euch geſtehn, daß Ihr einen Tadel ganz an⸗ derer Art verdient habt. Betreten daruͤber, daß er noch einen Kritiker mehr ſelbſt aufgeru⸗ fen, doch mit Entſchloſſenheit ſich ruͤſtend, um wenigſtens mit Anſtand den Gegnern zu weichen, die gluͤcklicher Weiſe einzeln auftraten, nahm der Andere eine gute Miene zum ſchlimmen Spiel an, und bat ihn, ſeine Meinung mitzutheilen. Meines Erachtens habt Ihr einen nicht un⸗ wichtigen Fehler begangen, hob der Fremde mit wichtiger Kennermiene an, indem Ihr das In⸗ tereſſe von der Hauptſigur, jener Eſterka, ent⸗ fernend, zum Schaden und Nachtheil des Gan⸗ zen auf zwei Nebengeſtalten, die Fraͤulein von Pokrzywna und Kopidlo vertheilt habt; ein Ver⸗ ſtoß, welchen die Lehre des Schoͤnen, wie ſie uns vorgetragen wird in Warſchau und Krakau, wie mich duͤnkt, nicht ohne Grund verurtheilt. Jene beiden, die noch etwas bedeuten, verſchwinden beinahe ſpurlos am Ende des Buchs, und der Leſer wendet ſich kalt von der feßſtehendbleiben⸗ den Heldin, die fruher ſein Gefuͤhl nicht ange⸗ ſprochen. Das hab' ich ja, rief der bedraͤngte