Teil eines Werkes 
2. Band, Hippolyt Boratynski : 2. Theil (1825)
Entstehung
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Ungeſtuͤm anklagen, oder die Gebrechlichkeit weiblicher Treue verwuͤnſchen ſollte. Wie er aber aus dem Garten trat, ſchallte ihm hinter den Buͤſchen ein lautes Hohngelaͤchter nach.

Am Morgen, der einer ſchlafloſen Nacht folgte, berief ihn bei fruͤher Tageszeit eine Bot⸗ ſchaft zum Wojewoden von Lublin. Er fand ihn vor dem Kamin ſtehend mir dem Biſchof von Kujawien in heiterm Geſpraͤch. Als aber der Kronhofmarſchall den Eintretenden gewahrte, nahm er eine ernſtere Miene an, trat auf ihn zu und redete ihn in einem Tone an, der zwi⸗ ſchen hoͤfiſcher Kaͤlte und mitleidiger Jronie ſchwankte: Ich habe Euch leider eine unange⸗ nehme Nachricht mitzutheilen, Herr Kaſtellanie. Es iſt des Koͤnigs Wille, daß Ihr Euch noch im Laufe dieſes Tages auf den Weg macht gen Wilno, um allda Euren Dienſt bei ſeiner durch⸗ lauchtigen Gemahlin zu verſehen. Als der er⸗ ſten Perſon des koͤniglichen Hofſtaats, fuhr er fort, als er das bittere Laͤcheln verbiſſenen In⸗ grimms auf dem Angeſichte des Edelmannes be⸗ merkte muͤſſet Ihr mir erlauben, Euch zu ſagen, daß der gnaͤdigſte Herr auf Euren xuͤnkt⸗ lichen Gehorſam rechnet. Pebrigens, obgleich der