Teil eines Werkes 
2. Band, Hippolyt Boratynski : 2. Theil (1825)
Entstehung
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wonz war nach einer tiefen Verbeugung wieder zu ihrer Mutter getreten, um die pflichtſchul⸗ digen Schmeichelreden unter ihrem Schutze zu beantworten, mit denen der Hof der Koͤnigin Mutter die junge Dame umringte, die ſo au⸗ genſcheinlich von der gewöhnlich mit ihrer Zu⸗ neigung kargen Gebieterin ausgezeichnet ward, da öffnete ſich der Kreis, ehrfurchtvoll von bei⸗ den Seiten ausweichend vor dem Kaſtellan von Krakow, und die Koͤnigin Bona ſtand vor ihm.— Ihr ſeyd ja lange im Auslande gewe⸗ ſen, werther Herr Graf, begann ſie mit wohl⸗ wollendem Laͤcheln und einer maͤßigen Neigung ihres Hauptes, auf welchem unter dem Witt⸗ wenſchleier hervor eine kleine reich mit Juwelen beſetzte Krone ſtrahlte; Ihr habt in Rom, Mai⸗ land und Neapel, den Sitzen der ſchoͤnen Kuͤn⸗ ſte, nicht verſchmaͤht ſolchen obzuliegen, und es muß Euch daher angenehm ſeyn zu gewahren, wie ſie auch im Vaterlande einheimiſch zu wer⸗ den beginnen.— Herr Johannes antwortete zwar hoͤflich und ehrerbietig, doch ohne unter⸗ wuͤrfige Schmeichelei: Gewiß, allerdurchlauch⸗ tigſte Frau, hat mein mehrjaͤhriger Aufenthalt in der Fremde mich nicht gleichguͤltig gemacht