Teil eines Werkes 
2. Band, Hippolyt Boratynski : 2. Theil (1825)
Entstehung
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hatte der junge Boratynski auf dem Schloſſe ſeines Vaters und darauf zu Kamienieck Po⸗ dolski den ſuͤßen Toͤnen gelauſcht, die Helenens Finger dem Saitenſpiel entlockten; doch daͤuchte ihm ſolch Ausſtellen des Talents an dieſem Drte nicht beſonders erfreulich, die ſſchtbare Beſtrebung der Koͤnigin Mutter, die Gaben des Fraͤuleins in ein vortheilhaftes Licht zu ſetzen, bedenklich, und die Zufriedenheit, mit welcher Frau Anna den Antheil zu betrachten ſchien, welchen ihre langjaͤhrige Feindin an der Jungfrau nahm, geeignet einige Vermuth⸗ ungen zu beſtaͤrken, welche ſeit mehreren Wochen in den Hintergrund getreten waren. Es toͤnte ihm alſo das ſchwermuͤthig taͤndelnde Lied, das He⸗ lena ſang, und welches zu der Gattung ge⸗ hoͤrte, die man in der Landesſprache Dumka nennt, nicht ſo lieblich als den Uebrigen, und er beantwortete den Lobſpruch, welchen der Graf zu Tarnow ihm zuraunte, um den Braͤu⸗ tigam durch die Wuͤrdigung der Verlobten zu er⸗ freuen, nur mit einem kuͤhlen Bejahen und einer gemeſſener Verbeugung, die ein leichtes Lächeln auf das Antlitz des Großfeldherrn hervorlockten. Der Geſang war beendigt; das Fraͤulein Odro⸗