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Bona; ohne eigentlich der Prinzeſſin naͤher zu treten in Herablaſſung und Vertraulichkeit, zeich⸗ nete ſie dennoch dieſelbe merklich aus, und was ihrer Aufnahme an freundlichem Wohlwollen ge⸗ brach, erſetzte ſie durch genaue Beobachtung des aͤußern Anſtandes, welcher ihr der fuͤrſtlichen Verwandtin gegenuͤber geziemte. Vielmehr ließ ſie ſich darin eher eine Uebertreibung zu Schulden kommen, als eine Vernachlaͤſſigung, und ſie verſaͤumte nichts, dem Stolz einer Frau zu ſchmeicheln, auf deren beſſere Gefuͤhle zu wirken ihr die Erinnerung zu hoffen nicht geſtattete. Doch bezeigte ſie ſich viel anders gegen Helenen; ſtets empfing ſie die Jungfrau mit der gewin⸗ nenden Milde, die nicht des Herzens Erguß, nur die Außenfarbe, welche die Klugheit ihr fuͤr den Augenblick empfahl, oft ihre geiſtvollen Zuͤge verſchoͤnte, waͤhrend Empfindungen ganz verſchiedener Art in der tiefen Verborgenheit ih⸗ res Innern bruͤteten. Sie ergriff jede Gelegen⸗ heit des Fraͤuleins Schoͤnheit und Sitte in das guͤnſtigſte Licht zu ſtellen, und bald war der ganze Hof zu Krakow einig, es ſey in der Tochter des Wojewoden von Podolien die rei⸗ zendſte Zier deſſelben erſchienen. So gleichguͤltig


