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che man noch vor kurzer Zeit unter die Unmoͤg⸗ lichkeiten gerechnet hatte; doch gelang ſolches den Mindereingeweihten nur wenig. In ſich verſchloſſen und mit kalter Wuͤrde genau abwaͤ⸗ gend, was ſie ſich ſelbſt und denen, unter wel⸗ chen ſie ſich befand, ſchuldig zu ſeyn glaubte, erſchien Frau Anna in den koͤniglichen Ge⸗ maͤchern. Die glaͤnzenden Auftritte von denen ſie Zeuge war, ſchienen ſie als etwas Laͤngſge⸗ wohntes wenig zu beruͤhren und ſelten oder nie bewegte irgend ein Eindruck ſie genugſam, um die aͤußerliche Ruhe zu unterbrechen, mit welcher ſie ſich darſtellte; ihr Laͤcheln war das Lacheln der Hofſitte, und es verſchwand augenblicklich ſpurlos in dem keinernen Ernſt ihres ſcharfge⸗ zeichneten Antlitzes. Niemand ward von ihr ermuntert zu einem vertrauteren Worte, auch vergoͤnnte ſie keinem ein ſolches; ohne der Koͤnigin auszuweichen, zeigte ſie kein Beſtre⸗ ben ſich ihr zu naͤhern, und blieb unausgeſetzt in der Haltung, die Geburt und Verhaͤltniß ihr angewieſen, als Tochter eines hochberuͤhm⸗ ten geſunkenen Fuͤrſtenhauſes und Wittwe eines Gemahls, den ſie ſeit ſechs Monaten betrau⸗ erte. Weniger zuruͤckhaltend ſchien die Koͤnigin


