——
gegeben, die ſpaͤter im Jahrhundert Ludwig des 14ten uͤberfeinert erſchien; der ernſtere Karl ahmte ſeinem Rachbar in ſeinen Schloͤſſern zu Gent und Bruͤſſel nach, wo ihn die Etikette ſeines Hofes zu Madrid weniger beengte, und erſt mit Bona Sforza waren jene Feierlichkei⸗ ten nach Polen heruͤber gekommen, die geziemend beſchraͤnkt durch ſpaniſche Sitte, und verherr⸗ licht durch die Kuͤnſte ihres Vaterlandes, ſich vortheilhaft von den zuweilen etwas geraͤnſch⸗ vollen Gelagen unterſchieden, welche die fruͤ⸗ hern Koͤnige des Jagielloniſches Hauſes zu Kra⸗ kow und Wilno ausgerichtet, und die wir aus der Erzaͤhlung des Staroſten von Pinsk einiger⸗ maßen kennen gelernt haben.
Meiſterwerke der damaligen itslieniſchen Schule ſchmuͤckten die Gemaͤcher der Koͤnigin Mutter, und wurden von ihr wieder hinwegge⸗ nommen, als ſie das Reich ihres Sohnes ver⸗ ließ. Mit großen Koſtenaufwand berufene Ton⸗ kuͤnſiler, ließen ihre damals unuͤbertroffenen Harmonien in den gewoͤlbten Hallen erklingen, in welchen dreißig Jahre fruͤher nur das Rau⸗ ſchen kriegeriſcher Hoͤrner und Pauken das Klir⸗ ren der aneinander geſtoßenen Becher begleitet


